Sonntag, 1. Dezember 2019

Meine Zeit "mit" Bob Dylan

Diese Dokumentation über das Leben von Bob Dylan hat in mir Erinnerungen geweckt an den wohl schönsten Abschnitt in meinem Leben:

Es war meine Schulzeit auf dem Konrad-Heresbach-Gymnasium in Mettmann mit ganz vielen tollen Menschen. Einer von ihnen war ein sehr guter Freund, der wunderbar Gitarre spielte - oft zusammen mit seinem Bruder - und ein Fan von Bob Dylan war und viele seiner Texte zur Gitarre sang. Es war eine wunderbare Zeit mit sehr viel Leichtigkeit und Lebensfreude.

Morgens vor dem Unterricht begrüßte sich unser "kleiner Kreis" mit Herzlichkeit und In-den-Arm-nehmen - es war wie das Frühstück für unsere Seelen.

Von einer dieser Schulkameradinnen ist mir noch sehr gut ihre Antwort in Erinnerung, die sie mir gegeben hat, als ich ihr mal sagte, ich fände es toll, dass sie immer ein Lachen im Gesicht habe. Sie antwortete mir sinngemäß: "Wenn ich nicht wüsste, was Tränen sind, wüsste ich auch nicht, was Lachen ist."

Donnerstag, 28. November 2019

Ein roter Faden im Leben

Es zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben, dass mit Ausnahme von Partnerschaften, alle Kontakte ausschließlich von mir gepflegt worden sind und bis heute gepflegt werden. Das gibt mir oft das Gefühl, für diese Menschen keine Rolle in deren Leben zu spielen oder eben nur eine unter geordnete Rolle.

Bisher habe ich mich zweimal von solchen Kontakten getrennt - ich habe beharrlich nichts mehr von mir hören lassen. Und keiner dieser Kontakte hat sich bis heute bei mir gemeldet. Das kann ich nicht anders deuten, als dass ich für diese Menschen nicht wichtig war.

Auch aktuell stehe ich wieder vor dieser Schwierigkeit, zögere aber mit der Umsetzung, weil ich Angst davor habe, letztlich alleine zu sein. Und ich bin überzeugt, dass sich die Menschen, an die ich denke, nicht wieder bei mir melden würden.

Ein krasses Beispiel möchte ich nennen: Wenn mir ein Mensch über einen längeren Zeitraum immer wieder sagt "Deine Freundschaft ist mir sehr wichtig." und nie wieder von sich hören lässt . . . - was soll ich daran positiv sehen?

Dieser "rote Faden" hat bestimmt einen Grund - doch welchen bzw. welche? Ich bin alles andere als fehlerfrei. Aber so fehlerhaft, dass sich Menschen immer wieder von mir verabschieden? Das kann ich mir kaum vorstellen.

Oder stehe ich mit dieser Erfahrung gar nicht so alleine, wie ich es oft empfinde?

Montag, 25. November 2019

Schenken und Beschenktwerden

Es ist schon viele Jahre her, kommt mir aber auf Grund meiner materiellen Lage immer wieder in Erinnerung:

Als meine Eltern noch lebten, haben wir ihnen zu ihren Geburtstagen auf Initiative meines Bruders zweimal zwei Musicalkarten geschenkt - einmal in Hamburg einschließlich Übernachtung und einmal in Bochum. Obwohl ich zu der Zeit schon arbeitslos war, habe ich jedes Mal 50 DM beigesteuert. Das war es mir als Dankeschön an meine Eltern wert.

Und obwohl mein Bruder meine materielle Lage kannte und wusste, dass ich Musik sehr mag, habe ich ein ähnliches Geschenk nie bekommen. Ihm war ich grundsätzlich nur ein paar müde Mark wert.

Das klingt wie Neid und nachtragend sein. Doch es war eine Kränkung, weil mir mein Bruder damit seine Gleichgültigkeit gezeigt hat. Nach dem Tod meiner Eltern habe ich mich von ihm (und auch meiner Schwester) los gesagt und bereue das bis heute nicht.

Leider gibt es im Leben auch Menschen, die einem eigentlich nahe stehen sollten und von denen man sich trotzdem aus Selbstschutz und auch wenn es schmerzt trennen muss.

Samstag, 23. November 2019

Weltenbummler

Seit einigen Jahren mache ich einmal wöchentlich in einem Altenheim Gedächtnistraining. Das Gedächtnistraining besteht darin, dass ich aus vielen Wissensgebieten den Seniorinnen und Senioren Quizfragen aus verschiedenen Gebieten stelle. Darunter sind auch erdkundliche Fragen. Das veranlasste eine Seniorin mal zu der Frage:

"Sagen sie mal, Herr Hallstein, sind sie schon so weit in der Welt herum gekommen, dass sie das alles wissen?"

Nicht nur ich war verdutzt und musste schmunzeln. Ich habe sie dann aufgeklärt und sie wusste nun Bescheid.

Das ist eine von vielen aufbauenden Erlebnissen in meiner ehrenamtlichen Arbeit.

Donnerstag, 21. November 2019

Auf den Punkt gebracht

Wochen nach dem Urlaub fand folgendes ganz kurzes Gespräch statt:

Fandest Du unseren Urlaub auch schön?
Nein.
Warum?
Weil Du zu wenig von Deinen Problemen gesprochen hast.

Man kann im Urlaub auch über Probleme sprechen. Aber daraus den wichtigsten Urlaubsinhalt machen . . . ? Na, das sehe ich doch anders.

Bei der Gelegenheit mal gefragt: Gibt es wirklich Menschen ohne Probleme?

Dienstag, 19. November 2019

Meine erste Trennung

Meine erste Trennung, die vor zwei Jahren von mir ausging, weil eine gemeinsame Kommunikation nicht möglich war, war auch die erste Trennung, die friedlich verlaufen ist. Leider hat sich die Hoffnung, dass der Abstand zwischen uns wenigstens eine grundlegende Kommunikation ermöglicht, nicht erfüllt.

Es ist einfach, mich dafür allein verantwortlich zu machen. Die Gründe sind vielfältiger.

Montag, 11. November 2019

Hinweis

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