Freitag, 18. September 2020

Tschüss Corona-Warn-App

Seit Veröffentlichung der Corona-Warn-App habe ich sie auf meinem Smartphone installiert. Doch einen Mehrwert hat sie mir nie geboten: Laut den wöchentlichen Benachrichtigungen haben ich jeden Montag zwischen 11 Uhr und 12 Uhr eine mögliche Begegnung mit einem Infizierten. Das muss wohl ich sein, weil ich zu diesem Zeitpunkt noch zu Hause bin. Außerdem zeigt mir die App seit einigen Tagen nicht immer das richtige Datum der letzten Aktualisierung an. 

In der Ausgabe des Stern 39/2020 veröffentlich der Stern unter der Überschrift "Der Rohrkrepierer" eine Umfrage unter Gesundheitsämtern, die der Corona-Warn-App ein ziemlich schlechtes Zeugnis ausstellt. Diese Umfrage war für mich der Anlass, mich von dieser App wieder zu verabschieden. Leider verbirgt sich dieser Artikel hinter einer Bezahlschranke. Wer weiß, wie diese Bezahlschranke zu umgehen ist bzw. mit welchem anderen Link dieser Artikel vollständig zu lesen ist, möge das in den Kommentaren schreiben.  

Selbstverständlich werde ich weiterhin einer möglichen Corona-Ansteckung vorbeugen, indem ich mich an die Maßnahmen halte, die ich schon vor vier Monaten beschrieben habe.

Montag, 14. September 2020

Geschlechtsspezifische Sprache

Als sprechender und schreibender Mensch habe ich noch nie Verständnis dafür gehabt, jeweils die männliche und weibliche Form zu verwenden (Arbeiter*in, Angestellte/e usw.), weil man diese Formen nur schlecht sprechen kann und sie außerdem in meinen Augen lächerlich klingen und aussehen. Dadurch wird die Gleichstellung von Frau und Mann in der Praxis nicht im mindesten gestärkt. Darum verwende ich grundsätzlich die männliche Form, die von meiner menschlichen Einstellung her auch alle Frauen umfasst.

Schon so manches Mal habe ich gedacht, statt ausschließlich der männlichen nur noch die weibliche Form zu verwenden. Das habe ich mich bisher nicht getraut. Es wäre für mich und vermutlich auch für Euch gewöhnungsbedürftig. Und wie wäre es für Euch, wenn ich nur noch die weibliche Form nutzen würde?

Samstag, 5. September 2020

Gib nicht auf . . .

In meiner mehr als zehnjährigen Arbeitslosigkeit hat mir so manch Einer gesagt: "Gib nicht auf, du findest bestimmt wieder Arbeit." Es sollte mir Mut machen, hat es aber nicht. Ich hatte tief in mir auf Grund aller Erfahrungen bei der Arbeitssuche das starke Gefühl, dass ich für Arbeitgeber zu alt und nutzlos sei. Das hat sich leider bewahrheitet.

Es hätte mir zumindest ein Stück Mut gemacht, wenn diese Menschen offen zugegeben hätten, dass sie keine Worte finden, die mich stärken würden in meiner intensiven Arbeitssuche. Bis heute hat mich keiner dieser Menschen darauf angesprochen. Ich gehe davon aus, dass sie es gar nicht mehr wissen. 

Warum ist es für viele Menschen so unmöglich zuzugeben, dass sie - in welcher Situation auch immer - hilflos sind. Ein solches Eingeständnis ist doch kein Zeichen von Schwäche, sondern vielmehr von innerer Stärke.

Dienstag, 14. Juli 2020

Gerhards Gedankenbuch folgen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, meinem Blog Gerhards Gedankenbuch zu folgen:
  • Du speicherst Dir die Adresse meines Gedankenbuchs in Deinen Lesezeichen und schaust hin und wieder rein - wie Dir gerade zumute ist.
  • Du folgst meinem Gedankenbuch per Email. Dazu gibt es die entsprechende Funktion in der Seitenleiste.
  • Du abonnierst mein Gedankenbuch über die entsprechende Funktion in der Seitenleiste.
  • Du abonnierst mein Gedankenbuch über einen Feedreader. Im Browser Firefox gibt es dazu beispielsweise die Erweiterung Feedbro und extern den Inoreader.
  • Im Emailprogramm Thunderbird gibt es unter Extras => Konteneinstellungen => Konten-Aktion die Möglichkeit, ein Feedkonto hinzu zu fügen.
  • Zu allerletzt gibt es noch die Möglichkeit, meinem Gedankenbuch (aus welchen Gründen auch immer) gar nicht zu folgen. Das zählt dann allerdings nicht zu meinen Wunschkandidaten.

Montag, 13. Juli 2020

Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS)

Schon 2003 habe ich mit zusammen mit meiner damaligen Partnerin über das Thema Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung gesprochen. Wir hatten diese Dokumente auch schon entworfen und nicht weiter verfolgt, weil unsere Trennung dazwischen kam. In der Zwischenzeit habe ich immer mal wieder daran gedacht, es aber nicht weiter verfolgt - u.a. weil ich vor der Auseinandersetzung mit dem Thema Tod fliehe.

Erneut erinnert wurde ich, als ich vor einigen Wochen im sozialen Netzwerk Friendica einen Bericht über die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) gelesen hatte, der von einem langjährigen DGHS-Mitglied geschrieben worden ist. Es folgte eine anregende Diskussion auf diesen Beitrag.

Ich habe immer wieder gezögert, dort auch Mitglied zu werden, mich jedoch zwischenzeitlich entschlossen, diesen Schritt zu tun. Denn wenn ich mal als Notfall in eine Krankenhaus eingeliefert werden muss und nicht mehr selbst mit entscheiden kann, will ich die behandelnden Ärzte darauf hinweisen, dass und wie ich würdevoll behandelt und gegebenenfalls sterben will.

Mein innigster Wunsch ist, bei vollem Bewusstsein zu sterben. Doch wenn es mal drauf ankommen sollte, gäben mir meine Behandlungs- und Sterbedokumente ein ruhiges Gefühl.

Freitag, 3. Juli 2020

Kontakte bereinigen

Es zieht sich wie ein roter Faden durch mein Erwachsenenleben, dass Bekanntschaften und vermeintliche Freundschaften ausschließlich von mir gepflegt wurden. Einzige Ausnahmen waren meine jeweiligen Beziehungspartnerinnen. Diese Einseitigkeit ist auf Dauer ziemlich anstrengend und enttäuschend, weil sie mir vermittelt, dass ich den entsprechenden Menschen nicht wichtig bin.

Darum habe ich bisher zweimal im Leben derartige Kontakte bereinigt, will sagen: ich habe mich nicht mehr gemeldet. Das Ergebnis war, dass sich keiner dieser Kontakte wieder bei mir gemeldet hat. Das ist für mich der Beweis, dass ich diesen Menschen nicht wichtig war und bin.

Die Corona bedingten Kontakteinschränkungen dauern nunmehr ein viertel Jahr. Und in dieser Zeit hat sich keiner von meinen Kontakten bei mir gemeldet, auch nicht die, die wissen (müssten), dass ich Probleme mit dieser Kontaktlosigkeit habe. Mithin steht für mich die dritte Kontaktbereinigung an. Und ich bin sicher, sie wird genau so ausgehen wie die ersten zwei.

Samstag, 27. Juni 2020

Wie die Zeit vergeht

Nicht nur die äußere Zeit vergeht immer schneller. Mir ergeht es auch mit meiner inneren Uhr/meiner inneren Zeit so: Etwa seit meinem 50. Lebensjahr habe ich das Gefühl, meine persönliche Zeit vergeht immer schneller. Dass ich mal 69 Jahre werden würde, konnte ich mir vor einigen Jahrzehnten (wie, das ist schon so lange her?!?) überhaupt nicht vorstellen. Und in meiner Jugend war der Gedanke ans Älterwerden überhaupt keine Thema. Und das Thema Tod verdränge ich.

Hat die Geschwindigkeit des Älterwerdens biologische Ursachen? Ich denke schon so, aber nicht nur. Auch die sozialen Entwicklungen (darunter fallen alle Entwicklungen, die ich nicht oder gar nicht beeinflussen kann) fallen darunter. Und die ändern sich häufig von heute auf morgen.

Ein kluger Mensch hat mal gesagt "Wenn dich die Probleme überhäufen, teile sie in kleine Schritte und gehe Schritt für Schritt". Das verstehe ich, ich weiß nur nur nicht, wo ich anfangen soll. So schnell wie die Zeit vergeht, so schnell verändern sich auch die aktuellen Schwerpunkte.