Es zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben, dass mit Ausnahme von Partnerschaften, alle Kontakte ausschließlich von mir gepflegt worden sind und bis heute gepflegt werden. Das gibt mir oft das Gefühl, für diese Menschen keine Rolle in deren Leben zu spielen oder eben nur eine unter geordnete Rolle.
Bisher habe ich mich zweimal von solchen Kontakten getrennt - ich habe beharrlich nichts mehr von mir hören lassen. Und keiner dieser Kontakte hat sich bis heute bei mir gemeldet. Das kann ich nicht anders deuten, als dass ich für diese Menschen nicht wichtig war.
Auch aktuell stehe ich wieder vor dieser Schwierigkeit, zögere aber mit der Umsetzung, weil ich Angst davor habe, letztlich alleine zu sein. Und ich bin überzeugt, dass sich die Menschen, an die ich denke, nicht wieder bei mir melden würden.
Ein krasses Beispiel möchte ich nennen: Wenn mir ein Mensch über einen längeren Zeitraum immer wieder sagt "Deine Freundschaft ist mir sehr wichtig." und nie wieder von sich hören lässt . . . - was soll ich daran positiv sehen?
Dieser "rote Faden" hat bestimmt einen Grund - doch welchen bzw. welche? Ich bin alles andere als fehlerfrei. Aber so fehlerhaft, dass sich Menschen immer wieder von mir verabschieden? Das kann ich mir kaum vorstellen.
Oder stehe ich mit dieser Erfahrung gar nicht so alleine, wie ich es oft empfinde?
Wenn ich das bisher richtig gesehen habe, dann bist du seit geraumer Zeit ohne Beschäftigung. Das ist für Sozialkontakte leicher nicht gerade förderlich.Auf der anderen Seite muss man sagen, dass man auf der Arbeit eher nur flüchtige Kontakte hat. Hier ist die Unverbindlichkeit sowohl positiv als auch negativ zu sehen.Trotzdem bin ich ganz froh, dass ich abends wenige Kontakte habe. Wenn man als Teamleiter in koordinierender Funktion arbeitet, also den ganzen Tag mit Menschen redet, dann hat man auch gerne mal seine Ruhe.
AntwortenLöschenLange Arbeitslosigkeit ist wirklich sehr abträglich für Sozialkontakte. Und ich merke leider immer wieder, dass die damit verbundene Armut ziemlich viele Menschen auf Abstand gehen lässt. Das zu akzeptieren und sich das Leben nicht zu versauen ist ein täglicher Spagat.
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