Hin und wieder frage ich mich, ob ich die Pflege meines Gedankenbuches nicht zugunsten meines Diaspora*-Pods einschlafen lassen sollte, weil in meinem Gedankenbuch kein Gedankenaustausch stattfindet, in Diaspora* der Gedankenaustausch jedoch sehr rege ist. Doch ich glaube, die Verwirklichung dieser Überlegung wäre überhaupt nicht gut.
Ich glaube, beide haben unterschiedliche Zielgruppen. In Diaspora* sind mir diese Menschen namentlich (zumindest mit ihren Pseudonymen) bekannt, in meinem Gedankenbuch weiß ich nur von sehr wenigen Menschen, dass sie meinen Gedanken regelmäßig folgen.
Facebook und Twitter habe ich eine zeitlang getestet und für "ungeeignet" gehalten und mich deshalb von ihnen wieder verabschiedet. Bei Diaspora* mache ich seit über zwei Jahren die Erfahrung von gegenseitiger Achtung - Hate Speech habe ich dort noch nie erlebt.
Mein Gedankenbuch ist nicht nur seit zwölf Jahren mein "schreibendes" Herzblut, sondern auch eine Art von Chronik für wichtige Einstellungen in meinem Leben. Dort sind meine Gedanken und Gefühle an einem Ort versammelt. So wie meine Wohnung meine menschliche Wohlfühloase ist, so ist mein Gedankenbuch meine schreibende Wohlfühloase.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen