Armut, sehr lange Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und fehlende soziale Vernetzung - das alles sind hervorragende Voraussetzungen, um aus der menschlichen Bahn zu geraten. Und ist es erst einmal so weit, ist die Rückkehr in ein sogenanntes "normales" Leben sehr schwer bis in Einzelfällen unmöglich.
Doch warum bin ich trotz weit über zehnjähriger Arbeitslosigkeit und fehlender sozialer Vernetzung immer noch im "normalen" Leben? Und habe vor, es bleiben, wovon ich auch überzeugt bin.
Die Basisgrundlagen dafür liegen bestimmt in meiner Kindheit. Auch wenn ich so manches an meinen Eltern kritisiert habe und vieles alleine regeln musste - ein gefühlsmäßig sicheres Zuhause haben mir meine Eltern immer geboten.
Untermauert wurden diese Grundlagen in meiner Jugend: Auf "meinem" Gymnasium habe ich mich immer auch Zuhause gefühlt und war sozial gut vernetzt. Und ich habe sehr engagiert politisch gearbeitet. Und in diesen Gruppen habe ich mich ebenfalls Zuhause und wohl gefühlt.
Und heute? Heute lebe ich immer noch von diesen Grundlagen, was mir nach meiner Überzeugung nur möglich ist, weil ich bewusst lebe.
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