In meiner Jugend war ich in vielen Bereichen politisch stark engagiert, weil ich dazu beitragen wollte, die Welt besser und menschlicher zu gestalten. Doch die Welt konnte ich nicht besser machen. Irgendwann wurde und werde ich bis heute das Gefühl nicht los, die Welt kein Stück menschlicher gemacht zu haben, weil sie heute unmenschlicher ist als vor Jahrzehnten. Eine gute und düstere Zusammenfassung allein aus diesem Jahr zeigt schon allein dieser Artikel.
Auch heute noch neige ich dazu, die Welt verändern zu wollen - "getreu" dem Motto Gelernt ist gelernt. Doch ich ermahne mich immer wieder, nicht mehr die Welt verändern zu wollen, sondern im Kleinen zu wirken, in meiner unmittelbaren Umgebung, bei den Menschen, mit denen ich viel Kontakt habe und die mir wichtig sind. Auf Grund des damit verbundenen Schneeballeffekts dürfte ein solches Handeln eine wesentlich größere und für mich auch sicht- und spürbare Wirkkraft haben.
Ich glaube auch, dass man im Großen alleine nichts ändern kann.Aber eventuell schafft man es in seinem Umfeld und von da aus in die ganze Welt.Ich Versuche immer freundlich und hilfsbereit zu sein. Wenn man nett ist, dann verbessert das eventuell auch unsere Gesellschaft.
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